Das Schweigen der Medien

Bei meinen Recherchen zum Thema SOPA bin ich auf einen sehr interessanten Blogeintrag auf avatter.de gestossen. Obwohl der Artikel bereits ein wenig älter ist, ist die Thematik von Medien und Zensur doch sehr interessant, dies auch im Bezug auf die Angst der Gegner von SOPA, PIPA und ACTA.

US-Foren und andere soziale Netzwerke waren seit Eingabe des Gesetzesentwurfs SOPA Ende Oktober 2011 voll mit Informationen und Artikel über SOPA. Heftig waren teils auch die Diskussionen wenn diese sich um dieses brisante Thema drehten. Die Internetgemeinde erhielt durch grosse Internetunternehmen Unterstützung gegen die Unterhaltungsindustrie. Bei einem Thema welches die Gemüter so heftig bewegt, geht man automatisch auch davon aus, dass man in den klassischen Medien ebenfalls zahlreiche Artikel sowie TV-Beiträge zu dieser Thematik findet. Wer so dachte wie ich wird leider enttäuscht, so wurde von Oktober bis Anfang Januar 2012 in praktisch keiner Abendsendung der grossen US-TV-Sender über SOPA berichtet. Hier findet man diese Studie von Mediamatters welche das ans Licht gebracht hat, die Daten zur Studie hat man über die Lexis-Nexis-Datenbank bezogen.

Wer jetzt der Meinung ist, dass sowieso nur das Internet Meinung macht muss man leider enttäuschen. Viele Menschen beziehen Ihre Informationen immer noch über die klassischen Medien und beachten die Berichterstattung im Internet nur wenig. Unter dieser Voraussetzung ist es doch sehr bedenklich, dass die US-Medien Informationen zurück halten und so eine offene Diskussion aller Bürger vermeiden. Nicht weiter verwunderlich ist somit, dass viele US-Medienhäuser offizielle Unterstützer von SOPA sind, ABC und CBS sind als Unterstützer von SOPA gelistet, das gleiche gilt für die Eigentümerinnen von MSNBC, NBC News, Fox News und CNN.

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