Blackout Day gegen SOPA

Der Mittwoch, 18. Januar 2012 ist ein schwarzer Mittwoch, er wird auch als Blackout Day in die Geschichtsbücher eingehen. Es protestieren mehr als 1000 Unternehmen, Persönlichkeiten und Organisationen gegen die US-Internetgesetzte SOPA und PIPA. Wie bereits in einem früheren Blog erwähnt, bleibt die englische Wikipedia Webseite für einen Tag schwarz, auf schwarzem Hintergrund wird mit einem einzigen Eintrag für das freie Internet protestiert. Auch zahlreiche andere Webseiten wie zum Beispiel die Social-Bookmarking-Seite Reddit oder das Cheezburger Network haben sich an diesem Tag ausgeschaltet.

Gemäss zeit.de protestieren auch andere Internetunternehmen gegen SOPA und PIPA, auf andere Art und Weise, aber ebenso effektiv. Die Suchmaschine Google hat an diesem Tag, einen Zensurbalken über das eigene Logo gelegt, der Link auf der Webseite führt zu einer Online-Petition gegen das Gesetz. Auch der Weblog WordPress zeigt an diesem Tag überall Zensurbalken mit dem Aufdruck zensiert. Mark Zuckerberg der Gründer von Facebook, meldete sich am 18. Januar mit dem folgendem Post in der Öffentlichkeit:

The internet is the most powerful tool we have for creating a more open and connected world. We can’t let poorly thought out laws get in the way of the internet’s development. Facebook opposes SOPA and PIPA, and we will continue to oppose any laws that will hurt the internet.

The world today needs political leaders who are pro-internet. We have been working with many of these folks for months on better alternatives to these current proposals. I encourage you to learn more about these issues and tell your congressmen that you want them to be pro-internet.

Mark Zuckerberg erntete für dieses Zitat innerhalb weniger Stunden eine halbe Million „likes“ auf Facebook. Der Mikroblogging Dienst Twitter, der sich ebenfalls gegen diese Gesetzesvorlagen ausgesprochen hat, bleibt aber an diesem Tag voll in Betrieb. Twitter trägt grossen Verdienst daran, dass die Information über den Blackout Day über die ganze Welt verteilt wird.

Wer jetzt denkt, dass dieser virtuelle Protest nur symbolischen Charakter hat, liegt falsch. Der erste Internetprotest überhaupt zeigte sehr schnell Auswirkungen in die reale Welt, so zeigte sich der Chef der Organisation Motion Picture Association of America sehr erbost über den Protest. Der Blackout Day sei ein Machtmissbrauch der Internetfirmen und bestrafe nur die Nutzer der streikenden Websites. Nichtsdestotrotz haben nach Angaben von Google 7 Millionen Nutzer die Petition gegen SOPA unterzeichnet und 8 Millionen Wikipedia Nutzer sollen sich die Adresskoordinaten von Ihren Abgeordneten und Senatoren herausgesucht haben.

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